DZHK unterstützt weltweite WHO-Medikamentenstudie

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Gestern Mittag hat Bundesforschungsministerin Anja Karliczek auf einer virtuellen Pressekonferenz verkündet, dass Deutschland sich am WHO Solidarity Trial beteiligt. In dieser weltweit angelegten Studie sollen vielversprechende potenzielle Wirkstoffe gegen COVID-19 an tausenden Patienten aus verschiedenen Ländern untersucht werden.

Das Bundesforschungsministerium hat für die Finanzierung der Studie in einem ersten Schritt insgesamt rund 1,5 Millionen Euro bereitgestellt. Koordiniert wird die deutsche Teilnahme durch das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) und das Deutsche Zentrum für Lungenforschung (DZL). In der Pressemitteilung der beiden Zentren werden die Wirkstoffe vorgestellt:

„Die WHO hat sich für vier Therapien entschieden, die derzeit am vielversprechendsten zu sein scheinen und die die meisten Sicherheitsdaten bereits haben: Remdesivir, ein antiviraler Wirkstoff, der ursprünglich gegen Ebola entwickelt wurde, aber gegen Ebola nicht ausreichend Wirkung zeigte. In Tierversuchen war er gegen Coronaviren wirksam. Als zweites Medikament werden die Malaria-Wirkstoffe Chloroquin (nur außerhalb Europas) und Hydroxychloroquin getestet, die in vitro eine Wirksamkeit gegen SARS-CoV-2 zeigten. Des Weiteren soll eine Kombination aus zwei HIV-Medikamenten, Lopinavir und Ritonavir getestet werden sowie als vierter Arm eine Kombination dieser HIV-Wirkstoffe mit Interferon-beta, einem Botenstoff des Immunsystems, der Viren hemmen kann.“

Aus Sicht des DZHK ist es gut, dass es jetzt eine große Initiative gibt, die verschiedene Konzepte testet. Wenn sich ein DZHK-Standort entscheidet teilzunehmen, unterstützt das DZHK dies durch Bereitstellung von Infrastruktur und auch personell, indem zum Beispiel DZHK-Standortressourcen dafür eingesetzt werden können.

Wenn Sie sich als DZHK-Zentrum beteiligen wollen, nehmen Sie gerne mit mir oder mit der Geschäftsstelle Kontakt auf.

Weitere Informationen und Kontaktdaten finden sich in der Pressemitteilung von DZIF und DZL.

Informationen des BMBF zur WHO-Studie Solidarity finden sich hier.

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